VITA – SARAH LINKE

Die 1974 in Bonn geborene Künstlerin mit deutsch-niederländischer Herkunft wandte sich nach ihrer Ausbildung zur Programmiererin ab 2004 autodidaktisch der Malerei zu.
Sarah Linke thematisiert Tier- und Landschaftsbilder sowie Porträts durchaus mit einer
sozialpolitischen Botschaft. Sie trägt die Acrylfarben gerne in unterschiedlicher Stärke auf die Leinwand auf: der Hintergrund bleibt oft dünn-flächig angelegt, während sie für die zentralen Bildmotive einen pastosen, kräftigen Farbauftrag verwendet. Die von einigen Kunstkritikern auch als „plastischer Realismus“ bezeichnete Malerei erzeugt beim Betrachter eine stark haptische Bildwirkung und steigert die sinnliche Wahrnehmung des dargestellten Bildgegenstandes: Steine, Baumrinden, die Schuppen eines Chamäleons erscheinen greifbar nahe. Ein Leitgedanke der Künstlerin ist: "Ich bringe den Menschen die Natur zurück". Ihre Werke wurden in Ausstellungen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gezeigt, auch international war sie bereits in einer Auktion im „Museum of New Art“– im US-Bundesstaat Michigan – zu sehen.

Der 11. September 2001 war für Sarah Linke ein einschneidendes Erlebnis. Sie war wenige Wochen zuvor zum 2. Mal Mutter geworden und es drängte sich ihr die Frage auf, in welche Gesellschaft sie ihre Kinder hineingeboren hatte. Die Frage was den Terrorismus nährt und was wirklichen Weltfrieden herbeiführt, ließ sie nicht mehr los. Sie entschied fortan Eigenverantwortung zu übernehmen und einen kleinen Beitrag für eine gemeinsame, lebenswertere Zukunft zu leisten. Die Kunst wie ein Sprachrohr einsetztend, thematisiert sie in ihren Bildern neben der Schönheit und entschleunigenden Wirkung der Natur auch immer wieder den Friedensgedanken. Mit ihren Werkgruppen „Change your colour“ und „I see peace“ setzt sie ein klares Signal und versteht ihre Kunst als ein Medium der Gedankentransformation. Aus Gedanke, Wort und Handlung resultiert die Realität. Frieden beginnt mit einem Gedanken. So ist bei dem Selbstportrait die überdimensionierte schwarze Brille, welche den Schriftzug „I see peace“ trägt, metaphorisch zu verstehen. „Der Blick dringt nicht durchs dunkle Glas dorthin, wo es keinen Frieden gibt. Das schwarze Glas reflektiert den Blick und wirft ihn durch die Retina zurück in die eigene Seele. Richtig, das muss die Botschaft sein, die die Künstlerin uns mitteilen will. Frieden ist überall und Frieden ist machbar in jedem von uns selbst. Wer in sein eigenes Inneres blickt, wird Ressourcen entdecken, die helfen können Frieden zu schaffen. Frieden beginnt, ganz klein im eigenen persönlichen Umfeld. Von dort breitet er sich aus, ruhig, gleichmäßig, weltweit.“ (Olaf Clasen, ehem. Galerist und Schriftsteller aus Köln)

Ein weiteres, immer wieder auftauchendes Thema sind Chamäleons, die umgebungsabhängig ihre Farbe ändern. Damit lädt sie den Betrachter zum Dialog ein, Denk- und Verhaltensstrukturen gegebenenfalls aufzubrechen, um Veränderungen für ein erfüllteres Dasein herbeizuführen. „Diese schon rein farblich faszinierenden und in ihrer Fähigkeit zu farblichem Wandel anpassungsfähigen Tiere stehen häufig für ein unauffälliges Untertauchen in der Umgebung durch Tarnung und farbliche Einfügung. Sarah Linke malt sie aber gerade unangepasst, als selbstbewusste Wesen, die sich nicht zu verstecken brauchen.“ (Dr. Dirk Tölke, Kunsthistoriker, Aachen) Eine Botschaft an den Betrachter, endlich eigenverantwortlich zu handeln bzw. eigene Farbe „Change your colour“ zu bekennen - und sich wertschöpfend in den gesamtgesellschaftlichen Kontext einzubringen. Das Bewusstsein eines jeden Einzelnen beeinflusst das Massenbewusstsein. Die Künstlerin hofft so durch ihre Arbeit den Menschen den Gedanken des Friedens näher zu bringen. Der Song „Imagine“ von John Lennon hat bedauerlicherweise auch 45 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch keinen Einzug in unsere Realität erhalten - „We still cannot imagine“ - Bildtitel einer ganz aktuellen Arbeit aus der entstehenden Werkgruppe „ We see peace“.



 

AUSSTELLUNGEN / AUSWAHL 

2016 Gastkünstler bei Corrugated Art, Juergen E. Stolte, Düsseldorf

2016  Perry Kish Galerie, Heerlen, NL

2015 KunstTour Aachen, Aula Caronlina

2015 KunstTour Maastricht, NL in der SAM-Fabriek

2015 DEVK Aachen, Einführung Dr. Dirk Tölke

2014 KunstTour Maastricht, NL in der alten Timmerfabriek

2014 Gottschalk Martinsons Stempel Rechtsanwälte in Viersen (E)

2013 Teilnahme an einer Auktion im MONA, Museum of New Art, Armada, USA

2013  Einzelausstellung in der Galerie KunstWerk, Düsseldorf (E)

2012 Ingenieurbüro Kempen Krause und Hartmann, Düsseldorf – Medienhafen (E)

2012 Kaffe – Art, Schiefbahn, Stadt Willich, Frühlingsboten (E)

2011 Erholungsgesellschaft Aachen(E)

2011 Kulturevent Alternate Current - Gelatinefabrik in Hasselt, Belgien 

2011 Sparda Bank, Aachen (E)

2010 Kunstverein Linz/Rhein - Gemälde und Skulpturen 

2010 Art Hotel Superior, Aachen (E)

Eröffnungsrede: Prof. Dr. Dr. Werner Janssen, Intendant der Euriade 

2010 Kunstroute Vaals, Ausstellung im Sitzungssaal des Rathauses

2010 Eurode-Kunstroute Herzogenrath/Kerkrade NL

2009/10 bar museo, Suermondt Ludwig Museum, Aachen  (E)

2009 Galerie Hexagone, Aachen 

2008 Göhltalmuseum in Kelmis/Belgien

Landschaftsmalerinnen der Euregio, Kurator: Dr. Adam C. Oellers 

2007 Lichthof in der TU Berlin 100 KünstlerInnen helfen den Kindern der Strasse
Galerie ArtUnikat, Rolandswerth 

(E = Einzelausstellung)



Foto: Marco Rose, Aachen